Die Geburt eines Chores

Irgendwann 1988: Zwei Frauen, beide aktive Gewerkschafterinnen, möchten gerne in einem Chor singen. Kirchenchor ist nicht ihr Ding, es sollte schon ein politischer Chor sein. Der Gewerkschaftssekretär aus Lingen schickt eine Einladung an alle Gruppen und Ausschüsse. Bald darauf gibt es ein erstes Treffen im Jugendzentrum Nordhorn:
Acht Frauen und ein Mann bilden einen kleinen Chor unter der Leitung von Barbara Kruse (früher Frauenheim). Wir üben Lieder für den Internationalen Frauentag ein und im März 1989 findet unser erster kleiner Auftritt statt.
Im April 1989 bei der Nachfeier des Internationalen Frauentages:
Zwei Frauen sitzen zufällig nebeneinander; die eine aus dem kleinen Gewerkschaftschor, die andere mit ihrem Mann gerade aus Münster nach Nordhorn gezogen. Dort waren sie im politischen Chor "Die Untertanen" aktiv und möchten in Nordhorn gerne etwas Ähnliches gründen. Man verabredet sich und im Mai 1989 ist ein erstes Treffen in der Wohnung von Schäfermeyers:

Es sind immerhin schon 18 Mitglieder und Matthias Schäfermeyer wird den Chor leiten.
Bezeichnenderweise war unser erster Auftritt zum Internationalen Frauentag 1990 exakt ein Jahr nach der Geburtsstunde.
Weitere kleine und größere Konzerte führen zu einem Anwachsen des Chores auf etwa 30 Sängerinnen und Sänger. Bei einem Chorwochenende in der Jugendherberge  Lingen wird endlich auch ein Name gesucht und gefunden:
La Lega, der Gewerkschafts-Bund nach einem Lied der italienischen Reisarbeiterinnen. Der Chor versteht sich nunmehr nicht mehr als Gewerkschaftschor, sondern als eigenständiger politischer Chor in der Tradition demokratischer Bewegungen.

Seit Februar 2005 ist Ivo Boytchev aus Enschede der musikalische Leiter.

Und heute... kein bisschen leiser

Im Chor La Lega finden nach nunmehr fast 30 Jahren Chorgeschichte nach wie vor gesellschaftspolitisches Engagement und die Lust am Singen eine musikalische Verbindung. Die mehr als 30 Sängerinnen und Sänger singen unterhaltend und kritisch, deutsch und international, traditionell und modern, harmonisch und schräg, mit Begleitung und a capella, politisch und just for fun.


Unsere letzten Auftritte:

- Im Mai dieses Jahres hatten wir einen Auftritt auf dem Fest der Kulturen im Kloster Frenswegen; unsere Teilnahme hat schon Tradition. Mit unseren Liedern unterstützen wir den Gedanken des Miteinanders verschiedener Kulturen und singen Lieder aus den unterschiedlichsten Regionen der Welt. Damit signalisieren wir auch unsere Verbundenheit mit den Menschen verschiedener Kulturen, die in der Grafschaft leben.

- Im Rahmen des Kulturpasses Neuenhaus trat der Chor La Lega am 10. März 2018 im Lise-Meitner-Gymnasium in Neuenhaus auf. Bei der Gelegenheit hatte La Lega erneut "den Tisch gedeckt" und auf die globale Ernährungslage aufmerksam gemacht  (siehe Hintergünde auf der Startseite).
Diesen Ohrenschmaus haben sich die Kulturpass-Anhänger  nicht entgehen lassen.
Das Chorkonzert mit dem Veranstaltungstitel Chorabend mit "La Lega" und "Voices
and more" hat einfach Spaß gemacht.

 

- Am Montagabend, den 20. November 2017 hatte der Chor La Lega  mit Liedern aus seinem aktuellen Programm (siehe Startseite) einen Auftritt in der Mensa der Ludwig-Povel-Schule in Nordhorn. Der Chor begleitete den Vortrag mit dem Thema "Fleischkapitalismus - Moderne Sklaverei in Niedersachsen?". Als Veranstalter hatten der DGB-Kreisverband Grafschaft Bentheim und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG)-Region Osnabrück eingeladen.


- Premiere des Konzertes am 21.10. 2017 in der Alten Weberei in  Nordhorn mit dem Titel
"La Lega tischt auf" - ein Chorkonzert zur regionalen und globalen Ernährungslage.